Chronik des Berufsverbands der Coloproktologen Deutschlands e.V.

1979 Gründung des Berufsverband der Proktologen Deutschland e.V.

Durch die Initiative einzelner proktologisch tätiger Ärzte wurden zunächst in Kronberg, später in Bad Homburg, die Proktologietagungen etabliert, bei denen neben der Fortbildung der gemeinsame Erfahrungsaustausch eine zentrale Rolle spielte. Begonnen hat es mit den Proktologie-Tagen im Schlosshotel in Kronberg/Taunus. Initiator war Herr Dr. Birkner aus Kronberg, Gründungsmitglied und Ehrenmitglied des heutigen Berufsverbands der Coloproctologen e.V. (BCD). Der Berufsverband der Proktologen Deutschlands e.V. wurde am 23.01.1979 in München gegründet, die Geschäftsstelle war in der Prinzregentenstraße 121.

Gründungsmitglieder waren: Alpers, Birkner, Forstmann, Frank, Girona, Greifenstein, Hartleb, Helle, Braungart, Klüver, Köhnke, Mader, Mlitz, Ostertun, Pleuger, Schüler, Stockmann, Walter, Würker.
1.Vorstand: Birkner, Schüler, Frank, Girona und Alpers.
(Mitgliederinsgesamt: 34)

1979 Gründung der Zeitschrift colo-proctology

Im Juli 1979 wurde die 1. Ausgabe der Zeitschrift colo-proctology aufgelegt, Herausgeber war Wolfgang Frank aus München.

1980 Namensänderung des Berufsverbands

Beim „6. Kronberger Proktologen-Tag 1980“ wurde eine Namensänderung in “Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands (BCD)” vorgenommen. Die Geschäftsstelle wird seit 1980 von Frau Katja Kemeter in München geleitet.

1981–1984 Kronberger Coloproctologie-Tage

06.–08.03.81: „7. Kronberger Coloproktologie-Tage 1981“
Vorstand: Forstmann, Schüler, Girona, Frank, Alpers

05.–07.03.82: „8. Kronberger Coloproktologie-Tage 1982“

04.–06.03.83: „9. Kronberger Coloproktologie-Tage 1983“
Beiratsgründung (Sprecher: Kirsch, Hager, Lenhard, Lill, Mahlke, Meier zu Eissen, Mlitz, Raulf, Schüler, Zenner)
„colo-proctology“ wird Verbandszeitschrift des BCD

15.–17.09.83: „Internationaler Kongreß für Proktologie in Straßburg“
Mitwirkung des BCD beim wissenschaftlichen Programm: Arnold, Forstmann, Frank, Geile, Girona, Hager, Kirsch, Schüler, Wienert

09.–11.03.84: „10. Kronberger Coloproktologie-Tage 1984“
Verhandlungsbericht Aktuelle Koloproktologie,
Herausgeber: Knoch, Frank, Hager

1985–1991 Bad Homburger Coloproctologie-Tage

01.–03.03.85: „11. Coloproktologie-Tage Bad Homburg“

07.–09.03.86: „12. Coloproktologie-Tage Bad Homburg“

06.–08.03.87: „13. Coloproktologie-Tage Bad Homburg“
Vorstand: Forstmann, Schüler, Brühl, Frank und Alpers
(Mitgliederinsgesamt: 166)

04.–06.03.88: „14. Coloproktologie-Tage Bad Homburg“

03.–05.03.89: „15. Coloproktologie-Tage Bad Homburg“
Vorstand: Forstmann, Brühl, Junghans, Mahlke und Alpers
(Mitgliederinsgesamt: 193)

02.–04.03.90: „16. Coloproktologie-Tage Bad Homburg

08.–10.03.91: „17. Coloproktologie-Tage Bad Homburg“
Vorstand: Forstmann, Knoch, Junghans, Brühl und Alpers
(Mitgliederinsgesamt: 207)

1990 Gründung der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie

21.11.1990: Gründung der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie (DGK) in Düsseldorf .
Thorolf Hager wurde zum 1. Präsidenten gewählt. Seither veranstaltet die DGK gemeinsam mit dem BCD den Jahreskongress.

1991 Änderungen im Vorsitz des BCD

Mai 1991: Tod von Dr. Forstmann (Prof. Knoch übernimmt kommissarisch den Vorsitz)

1992-1996 Koloproktologie-Tage in Bad Homburg

Seit 1992 organisiert die DGK die Koloproktologie-Tage.
Das wissenschaftliche Kongress-Programm wird von der DGK in Zusammenarbeit mit dem BCD und der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Coloproktologie (CACP) zusammengestellt.
Bis 1996 war der Kongress in Bad Homburg und seit 1997 findet er in München im Hotel Hilton Munich statt.

18. Koloproktologie-Tage, 06.03.1992
Mitgliederversammlung
Vorstand: Kirsch, Brühl, Junghans, Kiehl, Lill
(Mitgliederinsgesamt: 212)

19. Koloproktologie-Tage, 05.03.1993
Mitgliederversammlung

20. Koloproktologie-Tage, 04.03.1994
Mitgliederversammlung
Vorstand: Kirsch, Brühl, Junghans, Kiehl, Lill
(Mitgliederinsgesamt: 249)

21. Koloproktologie-Tage, 03.03.1995
Mitgliederversammlung
Änderung der Mitgliedsordnung, Mitgestaltung des neuen EBM bei der Bundes-KV
(Mitgliederinsgesamt: 260)

22. Koloproktologie-Tage, 01.03.1996
Mitgliederversammlung
Vorstand: Kirsch, Pommer, Junghans, Kiehl, Lill
(Mitgliederinsgesamt: 267)

seit 1997 Koloproktologie-Tage in München

23. Koloproktologie-Tage in München, 03.05.1997
Mitgliederversammlung

24. Koloproktologie-Tage, 07.03.1998
Mitgliederversammlung
Vorstand: Kirsch, Pommer, Junghans, Strittmatter, Lill
(Mitglieder insgesamt: 312)

Internationaler Kongress der ECCP zusammen mit 25. Koloproktologie-Tage 29.10.1999
Mitgliederversammlung
Vorstellung und Diskussion BCD/DGK-Konzept für Weiterbildung Proktologie und Koloproktologie, 3. Anhörung BÄK

26. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 27.05.2000
Mitgliederversammlung

27. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 10.03.2001
Mitgliederversammlung
Dt. Ärztetag beschließt Struktur der neuen Weiterbildungsordnung Detail-Entwurf (Bereich Proktologie)

28. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 16.03.2002
Mitgliederversammlung
Vorstand: Kirsch, Pommer, Junghans, Strittmatter, Osterholzer
(Mitglieder insgesamt: 373)

29. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 15.03.2003
Mitgliederversammlung

30. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 27.03.2004
Mitgliederversammlung
Vorstand: Strittmatter, Pommer, Jan Kirsch, Raulf, Osterholzer
(Mitglieder insgesamt: 424)
Erarbeitung der Kriterien zur Zertifizierung von Kompetenzzentren des BCD.
Jens Kirsch wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

31. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 19.03.2005
Mitgliederversammlung
Neue Mitglieds- und Beitragsordnung

32. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 18.03.2006
Mitgliederversammlung
Vorstand: Strittmatter, Pommer, Jan Kirsch, Raulf, Osterholzer
(Mitglieder insgesamt: 477)
Beginn der LÄK-Prüfungen zur Zusatzbezeichnung Proktologie.
BCD hat 31 Kompetenzzentren für Koloproktologie und 54 für Proktologie zertifiziert

33. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 17.03.2007
Mitgliederversammlung
(Mitglieder insgesamt: 510)

34. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 08.03. 2008
Mitgliederversammlung
Vorstand: Strittmatter, Pommer, Jan Kirsch, Raulf, Osterholzer
(Mitglieder insgesamt: 524)

35. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 14.03.2009
Mitgliederversammlung
(Mitglieder insgesamt: 532)

36. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 11.03.2010
Mitgliederversammlung
Vorstand: Strittmatter, Pommer, Jan Kirsch, Raulf , Osterholzer
(Mitgliederstand: 535)
Der BCD feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Als größter Erfolg der letzen Jahre ist die Durchsetzung der Zusatzweiterbildung Proktologie anzusehen. Der Sitz der Geschäftsstelle wurde aus organisatorischen Gründen zu Beginn 2010 nach Freiburg verlegt.

37. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 1.04.2011
Vorstand: Strittmatter, Schmidt-Lauber, Jan Kirsch, Raulf, Osterholzer
(Mitgliederstand: 546)
Dr. Gerd Pommer erhält für sein außerordentliches Wirken die Ehrenmitgliedschaft. Die Mitgliederversammlung beschließt die Änderung der Satzung § 2 „Sitz“. Der BCD wird in das Vereinsregister des Registergerichts Freiburg eingetragen.

38. Deutscher Koloproktologen-Kongress, 15.03.2012
Vorstand: Strittmatter, Schmidt-Lauber, Jan Kirsch, Raulf, Osterholzer
(Mitgliederstand: 550)
Die Mitgliederversammlung beschließt die Änderung der Satzung. Voraussetzung für eine ordentliche Mitgliedschaft ist zukünftig die Zusatzbezeichnung Proktologie. Herr Dr. G. Kolbert, Hannover, und Herr Dr. J. Jongen, Kiel, werden als neue Kassenprüfer gewählt.

Testate, Kompetenzzentren

Seit der Einführung der Testate 1993 wurden bis einschl. 2012:
- 39 Grundkurse mit insgesamt 1.794 Teilnehmern sowie
- bis einschließlich März 2012 272 Fachgespräche durchgeführt.

Aktuell (Stand 12/2012) sind vom BCD
- 56 Kompetenzzentren für Koloproktologie und
- 40 Kompetenzzentren für Proktologie zertifiziert.

Proktologie wird Zusatzbezeichnung

Ein entscheidendes Ereignis war die Gründung der wissenschaftlichen Gesellschaft als eine der wesentlichen Voraussetzung das Fach als eine eigenständige medizinische Richtung zu etablieren und gleichzeitig den interdisziplinär ausgerichteten Charakter auf einem zunehmend wissenschaftlich ausgerichteten Kongress herauszustellen. Dies war der Schlüssel zum Erfolg. Der wesentliche Schritt war die Bemühung, die Proktologie als eigenständiges Fach in die Weiterbildungsordnung (WBO) einzuführen. Nur so konnten die zwingend notwendigen Qualitätsanforderungen dokumentiert und dauerhaft festgelegt werden. Bis zur Entscheidung des Ärztetages und der Einführung in die WBO der Länder konnte jeder Arzt ohne einen Nachweis seiner Qualifikation
proktologisch tätig werden. Mit dieser Entscheidung hat die Ärzteschaft die Eigenständigkeit des Faches anerkannt und der qualitativ hochwertigen Versorgung proktologischer Patienten einen besonderen Stellenwert zuerkannt.
Der Erfolg, dokumentiert durch steigende Mitgliedszahlen beider Organisationen, und der Erfolg der Kongresse mit über 500 Teilnehmern belegen eindrucksvoll die Richtigkeit der dargestellten Entwicklung.

Dr. B. Strittmatter, 1. Vorsitzender BCD